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Eine europäische Tragödie
„In der europäischen Presse wird Griechenland als das schwache Glied der Kette angesehen, daß den Euro gefährdet“, erklärte hingegen Makis Voridis, Sekretär der rechten Oppositionsfraktion LAOS im griechischen Parlament. „Und in der Tat, es sind die aufgelaufen griechischen Schulden, die diese Sorgen hervorrufen. Milliarden an griechischen Staatsanleihen befinden sich in den Portfolios deutscher, französischer oder italienischer Banken. Ein griechischer Bankrott beunruhigt vor allem Deutschland, das der größte Kreditgeber Europas ist. Theoretisch erlaubt der Maastrichter Vertrag und gebietet die EU-gemeinschaftliche Solidarität die Unterstützung von Ländern der Eurozone, die in kritischen finanziellen Probleme sind“, erläuterte Voridis.
Feuer und Flamme
Das vergangene Wochenende war in Griechenland wieder einmal von Gewalt geprägt. In Athen, Piräus und Saloniki wurden Polizisten mit Brandsätzen und Steinen angegriffen, Autos, Bushaltestellen und Geschäfte wurden beschädigt oder gingen in Flammen auf. Trotz des Einsatzes von Tausenden Polizisten kam es auch am Montag zu massiven Ausschreitungen von meist zur linksextremen Szene gehörigen Gewalttätern. Es gab Hunderte Verhaftungen.
Hochburg der Linksextremisten
Viele hatten im Dezember gewarnt, daß die Gewaltausbrüche auf den Straßen der Hauptstadt nur ein Vorgeschmack des Aufruhrs seien. Der käme dann nicht von den vom sozialen Abstieg bedrohten Schülern und Studenten der Mittelklasse, sondern von den Tausenden von illegalen Einwanderern, die sich ohne Aufenthaltsgenehmigung und Arbeit im Stadtzentrum Athens aufhalten. Es war also kein Zufall, daß schon damals die Hälfte festgenommenen Radaubrüder Ausländer waren.





